Institut für Geographie

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Publikationen

Aufenvenne, Ph.; Steinbrink, M. (2016): Einheitsdidaktik? Bedeutung und Positionierungen der Fachdidaktik in der deutschsprachigen Geographie. In: GWUnterricht. (im Review)

Aufenvenne, Ph.; Steinbrink, M. (2016): Brücken und Brüche: Netzwerk- und zitationsanalytische Beobachtungen zur Einheit der Geographie. In: Berichte. Geographie und Landeskunde, 87 (3/4): 257-292. (mit P. Aufenvenne)

Steinbrink, M.; Aufenvenne, Ph., Schmidt, J.-B. (2015): Netzwerk(analys)e in der Geographiedidaktik. In: Budke, A. und Kuckuck, M. (Hg.):Geographiedidaktische Forschungsmethoden (=Praxis Neue Kulturgeographie, Bd. 10). Münster: LIT Verlag: 433-463.

Aufenvenne, Ph.; Steinbrink, M. (2015):Säulen der Einheit: Integrative Autor_innen in der deutschsprachigen Geographie. In: Geographische Revue 16(2): 23-55.

Steinbrink, M.; Schmidt, J.-B.; Aufenvenne, Ph. (2013): Soziale Netzwerkanalyse für HumangeographInnen (=Potsdamer Geographische Praxis, 5). Potsdam.

Steinbrink, M.; Zigmann, F.; Schmidt, J.-B.; Westholt, F.; Schehka, P.; Stockmann, A. und D. Ehebrecht (2012): Netzwerk(analys)e in der deutschen Humangeographie. In: Berichte zur Deutschen Landeskunde, 86 (4): 309-358.

Vorträge

Steinvenne, M.-P., Exklusive Integration. Tagung "Neue Kulturgeographie XIII". Universität Graz, 2016

Aufenvenne, P.: Die Einheit der Geographie netzwerkanalytisch beobachtet. Deutscher Kongress für Geographie. Berlin, 2015

Steinbrink, M.: Die Didaktik und ihre Geographie. Anmerkungen zur Funktion und Positionierung der Didaktik in unserer Disziplin. Deutscher Kongress für Geographie. Berlin, 2015

Aufenvenne, P.: Nun sag, wie hältst Du´s mit der Einheit? - Eine empirische Annäherung an die Gretchenfrage der Geographie. Geographie-Werkstatt Österreich, Innsbruck, 2014

Steinbrink, M und Aufenvenne, P.: Netzwerkanalytische Wissenschaftsbeobachtungen zur geographischen Forschungspraxis. Deutscher Geographentag. Passau, 2013

Steinbrink, M.: Geographische Verknüpfungen. Erlanger Geographisches Kolloquium. Universität Erlangen-Nürnberg, 2013

Steinbrink, M.: Geographie als Synthesefach?. Institut für Umweltsystemwissenschaften, Osnabrück , 2013

Geographische Forschung zwischen Rhetorik und Praxis

Projektleitung: PD Dr. Malte Steinbrink
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:
Philipp Aufenvenne (Universität Klagenfurt)
Jan-Berent Schmidt, Max Pochadt (Osnabrück)
Förderung: DFG
Laufzeit: bis 2017

Projekthomepage: http://www.geographische-praxis.uni-osnabrueck.de

 

 

Was ist Geographie und was macht eigentlich den Kern des Faches aus? Die Beantwortung dieser Fragen fällt selbst Geographen schwer. Und das liegt nicht zuletzt an der eigentümlichen Stellung der Disziplin zwischen Naturwissenschaften (Physische Geographie) auf der einen und Geistes- bzw. Sozialwissenschaften (Humangeographie) auf der anderen Seite. Der Streit um die Einheit der Geographie ist beinahe so alt wie das Fach selbst und seit jeher eng mit disziplinären Traditionen und Mythen verwoben sowie direkt mit Fragen der Fachidentität verknüpft.

Während Einheitsskeptiker auf wissenschaftstheoretische Unvereinbarkeiten der geographischen Teildisziplinen verweisen und Spezialisierung einfordern, betonen Einheitsoptimisten den wissenschaftlichen Mehrwert der “innerdisziplinären Interdisziplinarität“. Insbesondere in disziplinpolitischen Sonntagsreden preist sich die Geographie gerne als Brückenfach und stellt ihre besondere Relevanz angesichts der aktuellen globalökologischen und -gesellschaftlichen Problemlagen heraus. Ob die Einheit der Geographie überhaupt mehr ist als reine Rhetorik und tatsächlich in der Forschungspraxis gelebt wird, ist bisher eine offene Frage. Inwieweit die argumentativen Säulen und die rhetorischen Brücken einer empirischen Analyse der Forschungspraxis standhalten, wird in diesem Projekt netzwerk- und zitationsanalytisch untersucht.

Ziele:

Das Projekt verfolgt zwei übergeordnete Ziele:

  1. Auf disziplintheoretischer Ebene zielt das Projekt darauf ab, innergeographische Strukturen offenzulegen und vor dem Hintergrund disziplinärer Selbstentwürfe, Disziplintheorien und -traditionen zu reflektieren. Die fachinternen disziplintheoretischen und -politischen Diskussionen über die Einheit und den innerdisziplinären Zusammenhang der Geographie werden erstmals auf eine belastbare empirische Basis gestellt. Geographische Einheitsrhetorik und Brückenfachanspruch kommen auf den empirischen Prüfstein.
  2. Auf der allgemeinen wissenschaftstheoretischen Ebene will das Projekt einen empirischen Beitrag zu den Diskussionen über die Einheit der Wissenschaft und die Praxis interdisziplinären Arbeitens leisten. Aufgrund des disziplinären Selbstverständnisses der Geographie als Synthesefach und ihrer besonderen institutionellen Stellung innerhalb des Wissenschaftssystems (als Natur- und Geisteswissenschaft) bietet es sich an, die Geographie als einen disziplinären Mikrokosmos zu begreifen, anhand dessen die übergeordnete Fragestellung nach der Vereinbarkeit natur- und geisteswissenschaftlichen Denkens und Forschens in einem methodisch handhabbaren Rahmen bearbeitet werden kann.

Exemplarisch wird die deutschsprachige Geographie (in Deutschland, Österreich und der Schweiz) in den Blick genommen.