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Arbeitsgruppe Agrarökologie und Bodenforschung

Veröffentlichungen

siehe Mitglieder und Projekte

Neben geoökologischen Projekten in Hochgebirgen und in Polargebieten steht die Ökologie landwirtschaftlich genutzter Ökosysteme im Fokus der wissenschaftlichen Arbeiten innerhalb dieses Schwerpunktes.

Sowohl die Grünland- als auch die Ackernutzung werden insbesondere im Hinblick auf Landnutzungsänderungen, wie dem Brachfallen oder dem Anbau von Energiepflanzen, ganzheitlich betrachtet. Ziel ist es, jeweils relevante Indikatoren, wie die Humus- und Nährstoffbilanz, die Bodenstruktur, die biologische Aktivität und den Oberbodenzustand, zu erarbeiten und anwendungsorientiert in Konzepte zu nachhaltiger Landnutzung und Bodenschutz einzubringen.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen über unsere Forschungsaktivitäten im Bereich Agrarökologie und Bodenforschung.

 

 

Bodenbiodiversität feuchter Waldökosysteme. Humusformen als Indikatoren für die Zersetzergesellschaft in Zeiten des Klimawandels (BioFeuchtHumus)

Projektleitung: Prof. Dr. Gabriele Broll

Mitarbeitende: Dr. Tina Frank, Dr. Hans-Jörg Brauckmann

Förderung: FNR, Waldklimafonds

Zusammenarbeit mit: NABU Münsterland, Wald und Holz NRW, IFAB Hamburg

Laufzeit: November 2021 - Oktober 2024

Zur Weiterentwicklung von Monitoringverfahren für die Bewertung bodenökologischer Eigenschaften in Feuchtwäldern soll die Erforschung der Indikatorfunktion von Humusformen einen wichtigen Beitrag leisten. Das Projekt wird vom Waldklimafonds der FNR gefördert und findet in Kooperation mit dem Landesbetrieb Wald & Holz NRW und dem Nabu Münsterland statt. Hierbei werden insbesondere die Feuchthumusformen (aerohydromorphe Humusformen) betrachtet. Diese treten u.a. auf Pseudogley-Standorten auf und reagieren durch ihre Abhängigkeit vom Niederschlag und der Evapotranspiration besonders sensitiv auf Klimaveränderungen.

Auf ausgesuchten Waldflächen im südlichen Münsterland werden Messungen zur Bodenfeuchte und -temperatur direkt an der Grenze von Mineralboden und Auflagehorizonten durchgeführt, um den Wassereinfluss in der organischen Auflage zu erfassen. Die Regenwürmer und Enchyträen werden zur Bestimmung der Zersetzergesellschaft erfasst. Durch Kenntnisse der genauen Zusammenhänge zwischen Humusform und den gemessenen Bodenparametern lässt sich die Entwicklung der Feuchtwälder under veränderten Klimabedingugnen flächenhaft darstellen. Dadurch wird es im Rahmen des Projektes möglich sein, die Identifizierung eindeutiger Klassifizierungsmerkmale für aerohydromorphe Humusformen in Feuchtwäldern weiter zu entwickeln.

Zusätzlich werden unter Anwendung regionaler und nationaler Klimawandel-Szenarien die bisherigen Modelle erweitert. Somit können die zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels auf den Bodenwasserhaushalt und auf die Verbreitungsmuster von Feuchthumusformen vorhergesagt werden. Dies wird zudem Aufschluss über die zukünftige Funktionalität der heutigen Feuchtwald-Ökosysteme geben, was für die forstliche Praxis bezüglich notwendiger und sinnvoller Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel von großer Bedeutung ist.

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Foto: Kathöfer

Extensivgrünland der Offenhaltungsversuche Baden-Württemberg

Projektleitung: Prof. Dr. Gabriele Broll

Mitarbeitende: Dr. Hans-Jörg Brauckmann, Prof. Dr. Gabriele Broll

Förderung: Landesanstalt für Landwirtschaft, Ernährung und ländlicher Raum (LEL) Baden-Württemberg

Zusammenarbeit mit:
Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg; Landesanstalt für Landwirtschaft, Ernährung und ländlicher Raum (LEL) Baden-Württemberg; Prof. Dr. Peter Poschlod (Universität Regensburg), Dr. Josef Simmel (Museum für Naturkunde Karlsruhe), Prof. Dr. Karl-Friedrich Schreiber (Universität Münster), Prof. Dr. Yvonne Oelmann (Universität Tübingen)

Laufzeit: Beginn 1974 (Universität Münster), seit 2010 Universität Osnabrück

 Mit dem Ziel, ökonomisch effiziente Pflegemaßnahmen zur Erhaltung von ökologisch wertvollen Grünlandflächen zu finden, wurden im Jahr 1974 die "Offenhaltungsversuche Baden-Württemberg" eingerichtet. Die Auswirkungen verschiedener Pflegemaßnahmeen auf Pflanzenbestand, Fauna und Boden sind seitdem intensiv interdisziplinär von mehreren Arbeitsgruppen aus Deutschland untersucht worden. Die Arbeitsgruppe in Osnabrück beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Landschaftspflegemaßnahmen sowie Brachlegung auf Böden und Bodenorganismen im Laufe sekundärer Sukzessionen in Grünlandökosystemen.

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Transformatives Landschaftsmanagement zur Verbesserung der Gewässerqualität und Sicherung von Ökosystemleistungen im Water-Energy-Food Nexus (T-LaMa)

Projektleitung: Prof. Dr. Gabriele Broll, Prof. Dr. Claudia Pahl-Wostl

Mitarbeitende (aus dieser Arbeitsgruppe): Prof. Dr. Gabriele Broll, Birte Frerichmann

Förderung: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Laufzeit: Januar 2020 - August 2023

Zentrale Herausforderungen für die Land- und Forstwirtschaft in Niedersachsen sind die Verbesserung der Grundwasserqualität und -quantität sowie der Biodiversität, die durch intensive Landnutzung beeinträchtigt werden. Mit der Frage welche innovativen Kooperations- und Geschäftsmodelle diesem Trend entgegenwirken können und so zu einer nachhaltigen Landnutzung beitragen können, beschäftigt sich das transdisziplinäre Projekt „T-LaMa“ (Transformatives Landschaftsmanagement).

In diesem gemeinsamen Projekt der FGs Agrarökologie & Bodenforschung und Ressourcenmanagement des Instituts für Geographie sind außerdem Praxispartnern vom Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV), den Niedersächsischen Landesforsten (NLF) und der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen beteiligt. Durch den Einbezug der Praxispartner wird eine hohe Relevanz für die praktische Umsetzung in Form eines transformativen Landschaftsmanagements (T-LaMa) angestrebt.

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Ressourcenschutz durch Logistik Plus - Logist.Plus

Projektleitung: Prof. Dr. Martin Franz

Mitarbeitende (aus dieser Arbeitsgruppe): Prof. Dr. Gabriele Broll, Dr. Hans-Jörg Brauckmann, Verena Schurat

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Zusammenarbeit mit: Hochschule Osnabrück, Boden-Bündnis Europäischer Städte, Kreise und Gemeinden (ELSA), Osnabrücker Land-Endwicklungsgesellschaft (oleg), Das Logistiknetz (KNI), Wissenschaftsladen Bonn, Landkreis Osnabrück, Stadt Osnabrück, Kreis Steinfurt

Laufzeit: Februar 2020 - Januar 2023

Das Forschungsprojekt Logist.Plus hat zum Ziel Konzepte für die Logistikbranche in der Masterplanregion „100% Klimaschutz“ Osnabrück-Steinfurt zu entwickeln, um diese bei einer nachhaltigen Entwicklung zu unterstützen und die negativen Einflüsse auf die Umgebung zu reduzieren.

Die Arbeitsgruppe „Agrarökologie und Bodenforschung“ befasst sich u.a. mit der Entwicklung von Optimierungsmaßnahmen im Rahmen der Standortwahl und - gestaltung. Hierbei liegt der Fokus auf dem Erhalt schutzwürdiger Böden und der Kompensation von Eingriffen in das Schutzgut Boden. Dies soll beispielsweise mit Hilfe von Konzepten zur Flächenentsiegelung und Wiederherstellung wichtiger Bodenfunktionen geschehen. Die Ergebnisse werden in Form von Handlungsempfehlungen für die Unternehmen aufbereitet.

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Foto: M. Bosold, Bundesverband Boden e.V.

Weiterbildung Bodenkundliche Baubegleitung

Projektleitung: Prof. Dr. Gabriele Broll

Mitarbeitende: Maike Bosold, Prof. Dr. Gabriele Broll, Dr. Hans-Jörg Brauckmann

Förderung: Keine

Zusammenarbeit mit: Bundesverband Boden e.V.

Laufzeit: Seit 2017 - fortlaufend

Der Bodenschutz im Rahmen von Bauvorhaben wird immer wichtiger. Besonders bei Großprojekten wie der Verlegung von Ver- und Entsorgungsleitungen in Gräben sind große Bodenflächen betroffen. Auftraggeberinnen und Auftraggeber versuchen zunehmend, die Eingriffe in die Böden so gering wie möglich zu halten. Die Folgen von Fehlern bei der Planung und der Zulassung von Baustellen sind für den Boden meist irreversibel.

Daher bietet der Bundesverband Boden e.V. in Kooperation mit der Universität Osnabrück Weiterbildungen zur Bodenkundlichen Baubegleitung an. Die Zertifizierungskurse Bodenkundliche Baubegleitung sind eine berufsbegleitende Zusatzqualifikation, die die Teilnehmenden dazu befähigt, baubedingte Schäden der natürlichen Bodenfunktionen zu erfassen und zu bewerten. Der Kurs schließt mit einer theoretischen und praktischen Prüfung ab. Bei bestandener Prüfung wird ein Zertifikat der Universität Osnabrück vergeben. Weiter werden eintägige Kurse für Vertreter von Behörden, für die Vermittlung von grundlegenden Kenntnissen der Bodenkundlichen Baubegleitung für Projektplanung und Ausschreibung, angeboten. Es finden jährlich Kurse an unterschiedlichen Orten in Deutschland (Osnabrück, Dresden, Stuttgart, München) statt.

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