Institut für Geographie

IfG


Navigation und Suche der Universität Osnabrück


Hauptinhalt

Topinformationen

Projekte der Arbeitsgruppe


Globaler (Seminar-)Raum - Joint-Classroom Pilotprojekt zum Thema Globalisierung

Vor der dem Hintergrund des globalen Klimawandels und der Covid19-Krise stellt sich zunehmend die Frage, wie digitale Lehrformate genutzt werden können, um den didaktischen Herausforderungen des Lerngegenstandes Globalisierung auch ohne die damit häufig verbundenen Reisetätigkeiten zu bewältigen. Ziel des Projektes „Globaler (Seminar-)Raum“ ist daher die Konzeption und Umsetzung einer englischsprachigen „Joint-Classroom“-Lehrveranstaltung zum Thema Globalisierung. Das Vorhaben wird am Beispiel eines Seminars mit dem Titel „Economic Geographies of Germany and Turkey – mobilities, connectivies and developments“ in Kooperation mit Prof. Nuri Yavan von der Universität Ankara erprobt. Das geplante Projekt strebt an, die Vermittlung aktueller fachwissenschaftlicher Inhalte und Methoden der Globalisierungsforschung durch den Einsatz des Joint-Classrooms-Konzepts zu verbessern. Durch den Joint-Classroom soll ein intensiver wissenschaftlicher Austausch der Osnabrücker Studierenden mit ausländischen Lehrenden und Studierenden erreicht werden, der die Verschiedenheit von Perspektiven und Kontexten erfahrbar macht und damit die Transferleistung und (Selbst-)Reflexion der Studierenden anregt. Zudem soll durch das Projekt die Persönlichkeitsentwicklung und die zivilgesellschaftliche Kompetenz der Studierenden gefördert werden.

Förderung: Universität Osnabrück
Laufzeit: Okt. 20 – Sept. 2021
Projektleitung: Dr. Philip Verfürth
Ansprechpartner: Dr. Philip Verfürth Utku Eren Bağcı

Wertketten und Konsumentscheidungen - Fernwirkung von Governance und Produktbiographien am Beispiel von Kakao

Das Projekt CoVaCoa mit dem Namen „Wertketten und Konsumentscheidungen – Fernwirkung von Governance und Produktbiographien am Beispiel von Kakao“ ist ein Projekt mit Fokus auf Ghana. Ein interdisziplinäres Team aus vier verschiedenen Instituten der Universität Osnabrück beschäftigt sich darin mit den kausalen Zusammenhängen globaler Wertketten und der Steuerung nachhaltiger Produktion auf der einen sowie dem nachhaltigen Konsum auf der anderen Seite. Viele der heutigen Nachhaltigkeitsherausforderungen sind negative Externalitäten eines Wirtschaftens, bei denen die natürliche Umwelt den Charakter eines Kollektivgutes hat und negative ökologische sowie soziale Folgen wirtschaftlichen Handelns für die Verursacher*innen jedoch keinen monetären Preis haben. Es müssen daher wirtschaftliche Anreize für Unternehmen geschaffen werden, nachhaltig zu produzieren. Hier setzt CoVaCoa an, um einen Beitrag hin zu einer nachhaltigen Entwicklung des Kakaosektors zu leisten.

Förderung: Deutsche Bundesstiftung Umwelt [Qualifikationsprojekt]
Laufzeit: Aug. 2020 - Jul. 2023
Projektleitung: Prof. Dr. Martin Franz
Ansprechpartnerin: Jana Rülke

Digitale Geschäftsmodelle - Wandel von Wertketten und Arbeit am Beispiel der Logistikbranche

In vielen Branchen entstehen digitale Plattformen, die etablierte Märkte aufbrechen und Wertketten reorganisieren. Gleichwohl wurden konkrete Effekte auf Marktstrukturen, Wertschöpfungs- und Arbeitsprozesse bislang wenig beforscht. Am Beispiel der Logistikbranche untersucht das Projekt Auswirkungen der Plattformökonomie und zeigt Gestaltungsoptionen auf.
Unternehmen mit digitalen, plattformbasierten Geschäftsmodellen sind erfolgreich darin, bestehende Rahmenbedingungen ihrer jeweiligen Branchen zu verändern. Auch in der Logistikbranche breiten sich zunehmend digitale Plattformen aus, die durch die vereinfachte Vermittlung von Logistikdienstleistungen eine Umgehung oder Verschiebung etablierter – mehr oder weniger fest in das duale System der Interessenvertretung eingebundener – Logistikunternehmen begünstigen. Es wird angenommen, dass neue Logistikplattformen zur Neugestaltung von Lieferketten, Abhängigkeiten, Kooperationen und Konkurrenz zwischen den verschiedenen alten und neuen Akteuren der Logistik ebenso wie zu veränderten Arbeits- und Geschlechterverhältnissen und Möglichkeiten der Mitbestimmung beitragen. Empirische Ergebnisse fehlen jedoch bislang.

Förderung: Hans-Böckler-Stiftung [Qualifikationsprojekt]
Laufzeit: Mrz. 2020 - Feb. 2023
Projektleitung: Prof. Dr. Martin Franz
AnsprechpartnerIn: Veronique Helwing Dr. Philip Verfürth

Ressourcenschutz durch Logistik Plus – Logist.Plus

Ziel von Logist.Plus ist es, eine nachhaltige Logistik zu schaffen, die sparsam mit Flächen und schonend mit Böden umgeht. Wir kombinieren eine Governanceperspektive mit einer Unternehmensperspektive, um Flächensparen durch koordinierte und kooperative Flächennutzungsoptionen, ökologische Optimierung der Standortwahl sowie synergetische Logistikprozesse durch Kooperationen in regionalen Netzwerken zu ermöglichen. Als Projekt mit acht Partnern aus Wissenschaft, Gebietskörperschaften und Verbänden legen wir ein breites Verständnis von Logistik zu Grunde, welches zum Beispiel auch die Logistik des produzierenden Gewerbes umfasst, weshalb wir eine intensive Zusammenarbeit mit Unternehmen anstreben, um nachhaltige Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Verbundprojekt der Förderlinie Stadt.Land.Plus
Laufzeit: Feb. 2020 – Jan. 2023
Projektleitung: Prof. Dr. Martin Franz
Ansprechpartner: apl. Prof. Dr. Kim Philip Schumacher

Direktinvestitionen zwischen der Türkei und Deutschland - Standorte, Auswirkungen und Risiken für Unternehmen in und Investitionen aus Niedersachsen

Mit einem Fokus auf Niedersachsen beschäftigt sich das Forschungsprojekt einerseits mit den Mustern von ADI zwischen Deutschland und der Türkei und ihren Auswirkungen und andererseits mit den strategischen Reaktionen der Investoren auf politische und ökonomische Risiken. Es verfolgt damit das Ziel nicht nur die Direktinvestitions-Motive, -Ströme und -Muster zwischen der Türkei und Deutschland mit ihren Auswirkungen auf die jeweiligen Unternehmen zu analysieren, sondern auch die Bedeutung der Risiken und ihren Einfluss auf Unternehmensstrategien zu verstehen. Darauf aufbauend sollen sowohl ein theoretisch-konzeptioneller Beitrag zum wissenschaftlichen Diskurs über Globale Produktionsnetzwerke geleistet werden, als auch Handlungsempfehlungen erarbeitet werden, die eine zielgenaue Förderung der Investitionen in beiden Ländern ermöglichen. Das Projekt beruht auf einer Triangulation der Analyse von Sekundärdaten sowie der Analyse von quantitativen und qualitativen Primärdaten; so sollen in beiden Ländern standardisierte Unternehmensbefragungen und qualitative Interviews durchgeführt werden.

Förderung: Pro*Niedersachsen - Forschungsprojekte der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften [Qualifikationsprojekt]
Laufzeit: Okt. 2018 - Sept. 2022
Projektleitung: Prof. Dr. Martin Franz
Ansprechpartner: Philip Völlers

Klimaangepasste Logistik (KlimaLogis) – Ein Pilotprojekt im Landkreis Osnabrück

Das Projekt KlimaLogis zielt auf die Entwicklung eines regionalen logistikspezifischen Anpassungskonzepts ab. Das Konzept basiert auf einem Kommunikationsprozess zwischen den Partnern verschiedener Stakeholdergruppen: Universität Osnabrück, Fachhochschule Osnabrück, Landkreis Osnabrück, KNI Kompetenznetz Individuallogistik e.V., Stadt Osnabrück, Logis.Net - Institut für Produktion und Logistik, Sustainify GmbH.

Förderung: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) [Qualifikationsprojekt]
Laufzeit: Jan. 2019 - Dez. 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Martin Franz
Ansprechpartner: Felix Bücken

Innovating Field Trips – IFIT

Die Exkursion ist eine typische Lehrmethode der geologischen, geographischen, biologischen und Umweltwissenschaften, die jedoch ein Umdenken erfordert (Higgs, 2007). Die IFiT-Partnerschaft bringt akademische und nicht-akademische Partner zusammen, um einen neuen, aufregenden Standard des feldbasierten Lernens auf den Weg zu bringen, indem mehrere Disziplinen herangezogen und miteinander verbunden sowie neue Technologien einbezogen werden und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gefördert wird

Förderung: EU - Erasmus+ Strategic Partnership
Laufzeit: Sep. 2018 - Aug. 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Martin Franz
Ansprechperson: Sven Deeken

Grün statt Grau - Gewerbegebiete im Wandel

Im Kontext des Strukturwandels stehen bestehende Gewerbe vor massiven Herausforderungen. Oftmals weisen sie eine hohe Versiegelungsrate von über 80 % auf, haben mit Alt- und Bodenlasten, Überhitzung oder einem negativen Image zu kämpfen. Im Kontext der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie ist es jedoch entscheidend, Gewerbegebiete als urbane Räume zu revitalisieren und aufzuwerten. Das Verbundprojekt im Rahmen des Rahmenprogramms „Nachhaltige Transformation urbaner Räume“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hat zum Ziel, bestehende Gewerbegebiete durch die Erarbeitung von Konzepten und Maßnahmen im Sinne der Nachhaltigkeit aufzuwerten. In diesem Sinne geht das Projekt „Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“ als Zielvorstellung von einem Gewerbegebiet aus, dass einen positiven Beitrag zu Klimaschutz und Klimaanpassung, zur Stärkung der urbanen Biodiversität sowie zur Aufenthaltsqualität für alle Beschäftigten und Ortsansässigen leistet. Das Forschungsvorhaben wird dabei in zwei Förderphasen seit 2016 und bis September 2021 gefördert. Als Verbundpartner involviert sind neben der Universität Osnabrück der Wissenschaftsladen Bonn (Projektkoordination) sowie die Technische Universität Darmstadt, der Global Nature Fund und vier Kommunen in Nordrhein-Westfahlen (Remscheid, Vreden, Bocholt und Iserlohn). Hinzu kommen weitere Kommunen, die als Transferpartner die Ergebnisse praktisch umsetzen. In der laufenden zweiten Projektphase geht es insbesondere um den Transfer der Lösungskomponenten aus der ersten Förderperiode. Die Strategieentwicklung zum Aufbau kommunaler Unternehmensnetzwerke, Finanzierungswege und Bausteine zur nachhaltigen Gewerbegebietsentwicklung werden dabei in die Transferstädte übertragen und weiterentwickelt. Darüber hinaus werden hemmende und fördernde Faktoren zur Maßnahmenumsetzung und langfristigen Fortführung der Aktivitäten identifiziert. Ein regelmäßiger Austausch der Projektpartner untereinander sowie für Interessierte wird über Netzwerktreffen, Webinare und Strategieberatungen gewährleistet.

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Laufzeit: Jul. 2016 - Jul. 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Martin Franz
Ansprechpartnerin: Carolin Schack

Abgeschlossene Drittmittelprojekte

Regionales Kompetenzzentrum energieautarker Stadtumbau - wissenschaftliche Begleitung
Förderung: EU und Land Nordrhein-Westfahlen
Laufzeit Apr. 2016 - Mär. 2019

Unternehmensnetzwerke und Wirtschaftsförderung in der EUREGIO
Förderung: INTERREG-Programm Deutschland-Nederland
Laufzeit: Jan. 2018 - Dez. 2018
Zur Broschüre

(Re-)Migranten im deutsch-türkischen Innovationsnetzwerk - Identifikation und Komunikation von Potenzialen von Wissenschaft und Wirtschaft - MIDETI
Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Laufzeit: Dez. 2014 - Jun. 2016
Zur Broschüre

Abgeschlossene Dissertationsprojekte

Müller, P. (2020): Rethinking highly skilled (re-)migration in the context of multinational enterprises : an analysis of (re-)migrants of Turkish origin and their role in German companies in Turkey

Gersch, I (2019): Foreign in-and divestments in retail and their impacts on emerging economies : the case of Turkey

Schlitz, N. (2019): At the margins : economic geographies of waste & recycling

Topinformationen